New York – Willkommen im Dschungel

new york city crriena

New York ist nichts für müde Füße und Leute, die nicht schwindelfrei sind. Der zweite Akt meiner Odyssee befasst sich mit berühmt-berüchtigten Konditoreien, zutraulichen Eichhörnchen und steigendem Shopping-Wahn.

Zweiter Akt

Der perfekte Tag: Café-Hopping

Auf dem Weg zum Tenement Museum in der Lower East Side stolperten wir am Morgen des zweiten Tages ins wundervolle 88 Orchard. Nach einem Cinnamon Raisin Bagel, der uns endgültig davon überzeugte, dass es in New York die besten Bagels gibt hatten wir uns fast schon darauf geeinigt den Tag mit Café-Hopping (nach Insel-Hopping und Seen-Hopping ein nicht zu unterschätzender Trend) zu verbringen. Doch die Pflicht rief! Als ambitionierte Großstadt-Touristen hieß es noch einiges zu entdecken. Und so stapften wir weiter zum Tenement, um Karten für eine Tour am folgendem Tag zu kaufen.

88 orchard cafe new york

Auf der Suche nach der nächsten U-Bahn-Station drangen wir tiefer in die Lower East Side ein und plötzlich stand ich vor Psyop. Ein unspannendes Gebäude mit einem noch unspannenderen Fähnchen, das auf die kreative Produktionsstätte hinweist. Ich konnte meinen Augen kaum trauen: Hier entstehen meine kühnsten Coca-Cola-Happyfactory-Träume! Leider konnte ich meinen überschwänglichen Enthusiasmus mit niemandem teilen (zur Vertiefung: ich stand gerade vor einer der Firmen, wegen denen ich meinen Job mache und liebe und die mich immer wieder aufs Neue inspirieren) und so stapfte ich, statt direkt ins Gebäude hinein um ein beherztes “Hier bin ich!” in die Runde zu schmeißen, ein wenig entrüstet weiter.

Das ist also New York, die Stadt mit der grünen Lunge, den bunten Lichtern und Träumen. Den ersten kleinen Traum hatte ich also eben erfahren, jetzt war ich auf der Suche nach den anderen zwei Komponenten. Auf zur grünen Lunge!

new york squirrel

the typical new york picture

Statt die 50 Blocks zu laufen nahmen wir an diesem Tag wohlwissend die U-Bahn zum Rockefeller Center und liefen die letzten 10 Blocks dann doch Richtung Central Park. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher in DIE Magnolia Bakery. Wenn Ihr mal übertrieben leckere Red Velvet Cupcakes, Lemon Bars und Crumb Cakes sehen wollt – das ist die richtige Adresse. Bei so einer Auswahl fiel es uns unglaublich schwer uns für eine Sache zu entscheiden und so verließen wir den Laden vernünftigerweise bevor wir einfach alles hätten einpacken müssen. Und den Großteil davon im Anschluss wahrscheinlich von den Eichhörnchen im Central Park geklaut bekommen hätten, denn die sind flink, gewieft und haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie checken die Lage gerne von ihrer Baumhöhle aus, bevor sie zahlreich angreifen.

niketown new york

bryant park clocks

grand central new york

Central Park also abgehakt, das freut das Touristenherz! Und da man schon mal in der Nähe ist kann man auch direkt zur State Library und zum Grand Central laufen. Über Niketown in der 57. Straße und einem ersten Anflug von konsumbedingter Verzweiflung (wie kann das hier alles so günstig sein?!) liefen wir also die 20 Blocks gen Süden. Schicke Library, erinnerte mich etwas an die State Library of Victoria in Melbourne (die natürlich viel schöner ist!), weiter über den Bryant Park, wo es im Januar eine Schlittschuhbahn und Tier-Uhren gab zum Grand Central, der ebenfalls imposant ist, ich mich aber vor allem gefragt habe: wie schaffen die es nur immer den Bahnhof für Dreharbeiten zu sperren?
Die 42. Straße bietet außer den eben genannten Sightseeing-Highlights auch noch den Times Square. Klar, muss man den auch gesehen haben. Vielleicht auch nicht. Viele Menschen, Menschen in Tierkostümen, bunte Leuchttafeln, bei Nacht mit Sicherheit beeindruckender. Aber somit wären die bunten Lichter nun auch abgehakt!

some random cafe in new york

Auf zur U-Bahn – Soho. Wieder ein spätes Mittagessen, wie ich gelernt habe könnte man es fast schon “Brinner” nennen, diesmal im Cafe Cafe in der Broome Street. Nett, klein, entspannt– so habe ich mir die Café-Kultur in NYC vorgestellt.
Über die nächsten 3 Stunden möchte ich nicht viele Worte verlieren. Ich sage nur: Marken-Jeans und “Warum ist das hier alles so günstig?!”. Ihr wisst schon.

Nach einem kurzen Abstecher (und vor allem um Einkäufe abzulegen) im Hotel überquerten wir zum ersten Mal die Brooklyn Bridge und landeten… in Brooklyn, um eine liebe Freundin (eine echte New Yorkerin!) zu treffen. Mit ihr aßen wir bei two8two Burger zu Abend, um im Anschluss zum Tagesausklang den besten Blick auf Manhatten zu erhaschen – natürlich von Brooklyn aus!

underground acapella band new york

Abgesehen davon, dass man seine Füße schont hat das U-Bahn-Fahren noch etwas Gutes: Die Underground-Musiker! Wenn Ihr diese Truppe seht (ich habe sie zwei Mal sehen können), bleibt einen Moment stehen und lauscht– Den souligen Stimmen der Halb-Acapella Band und dem Vorbeiziehen der Züge.

Ende des zweiten Akts.

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