Roadtrip zum Lago Maggiore: Brig & Zermatt

Cannero Riviero am Lago Maggiore

Man muss nicht immer einen konkreten Plan haben, wenn man Reisen möchte. Zumindest nicht bei so kurzen Trips wie meinem Roadtrip zum Lago Maggiore und den zwei angrenzenden Seen, auf den ich mich vor zwei Wochen machte. Schnell ein paar Sachen gepackt (allen voran Zelt, Schlafsack und Zahnbürste) und schon konnte es los gehen!

Ab in die Schweiz: Ein Tipi in Brig

Am Mittwoch Abend ging es direkt nach der Arbeit los, deswegen hatten wir schon mal die Unterkunft für den ersten Stop ausgesucht, den Bio-Hof Schmeli bei Brig. Also ab in die Schweiz! Da der Furkapass (bekannt aus James Bonds “Goldfinger”) noch gesperrt war ging es per Autoverlad von der Zentralschweiz ins Wallis. Es fühlt sich wirklich seltsam an, sein Auto auf einen Zug zu fahren und dann mit Affenzahn durch einen düsteren Tunnel zu düsen.

Autozug, Furkapass

tipi in brig, bio-hof schmeli

Als wir kurz darauf bei Dunkelheit am Hof eintrudelten hatten wir uns gegen unser eigenes Zelt und für das hofeigene Tipi entschieden. Was das für eine super Wahl war merkten wir schon am Abend, als wir in unser tip-top Tipi hinein krochen: Definitiv geräumiger als unser 2-Mann-Zelt, Licht und sogar frisch gepflückte Blumen fanden wir vor! Der Hof wird von der herzlichen Daniela und Jörg geleitet und ist wirklich jedem, der in der Nähe eine Unterkunft sucht (neben Zeltplatz und Tipi gibt es auch Apartments) wärmstens zu empfehlen! Mit Blick ins Briger Tal und einem grandiosen Bio-Frühstück inklusive hofeigener Milch, Käse und Eiern!

Von Matterhörnern zu Dampfgrotten

Den Donnerstag begannen wir mit einem kurzen Stadtspaziergang durch Brig, schauten uns in der historischen Altstadt und im Hof des schicken Stockalperschloss um (das hier unten ist übrigens nicht das Schloss, aber auch schön ;) ).

Brig im Wallis

Mittags ging es nach Zermatt. Da die Stadt auto-frei ist, muss man die die Bahn ab Täsch nehmen um in das am Fuße des hohen Matterhorns gelegene Örtchen zu gelangen. Schon der Fahrtpreis mit seinen 16 CHF für eine viertelstündige Fahrt ließ sich nicht lumpen und als ich den Preis für eine Fahrt zum Gornergrat erfuhr, kippte ich fast aus den Latschen: 82 CHF Retour kostet der Spaß. Eeeh, nein, stattdessen lieber ein bisschen auf dem Matterhorn-Pfad gewandelt und sich vorgestellt wie es wäre auf die 4478 Meter rauf zu klettern. Oder vielleicht nicht doch lieber gleich einen 8000er in Angriff nehmen? Naja, wenn man sich in Zermatt schon den Kopf über Touristenpreise von 13€ für gebratene Nudeln zerbricht, sollte man sich lieber gar nicht erst über den Preis für einen Aufstieg im Himalaya Gedanken machen.
Zusammenfassend würde ich behaupten, Zermatt kann man sich sparen, es sei denn man hat Stiefel eingepackt und möchte ernsthaft wandern oder eben die 82 CHF für die Gletscherfahrt ausgeben.

Zermatt

Um uns von dem touristischen Schock zu erholen ging es direkt im Anschluss ins Brigerbad. Die Warmwasser-Quellen des gleichnamigen Örtchens sind schon seit dem Mittelalter bekannt und versorgen seit jeher die Region mit Ruhe und Entspannung. Thermalquellen im Freien mit grandioser Aussicht auf die Alpen und eine mit 42°C warmen Wasser befüllte Dampfgrotte, was kann man sich schöneres vorstellen! Über diese Webcam könnt Ihr Euch selbst einen Eindruck von diesem tollen Bad machen!

Simplonpass

Auf dem Weg zum Lago

Da die Temperaturen im Wallis trotz strahlendem Sonnenschein zu Wünschen übrig ließen, machten wir uns am gleichen Tag noch über den Simplonpass auf den Weg nach Tessin. Der Pass und die darauf folgende Schlucht, die man durchquert sind wirklich atemberaubend. Der Pass wirkt wie ein Niemandsland aus Schnee und Eis, während die Schlucht mit seinen steil in die Luft emporragenden Felskanten, Steinlawinen und Wasserfällen glatt einem Herr der Ringe Film entstammen könnte.

camping lago maggiore

In Tessin angelangt ging es schnur-stracks gen Lago Maggiore, an welchem wir in der hübschen Ortschaft Cannero Riviera einen netten, kleinen, von deutschen Dauercampern wimmelnden Zeltplatz fanden. Das sollte nicht der einzige Zeltplatz sein, der von Dauercampern invadiert war, aber dazu in den nächsten Beiträgen mehr. Den Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang am Ufer des Sees und einem Abendessen bei Sano Banano, ein Restaurant, welches uns von einem Freund und dann noch mal vom Campingplatz-Inhaber empfohlen wurde. Sehr gut für Fisch-Liebhaber! (Ich muss gestehen, ich bin leider keiner.)

Sano Banano in cannero riviero

Und da dies der erste Abend in Italien war gab es auf dem nächtlichen Rückweg vom Banano natürlich noch ein echtes italienisches Eis als Betthupferl – Bella Italia!

Cannero Riviera bei Tag & Nacht

Die Fortsetzung des Roadtrips kommt die Tage :)

4 thoughts on “Roadtrip zum Lago Maggiore: Brig & Zermatt

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