Stopover in New York

nyc_carina

Wie viel NYC Touri-Programm schafft man in drei Tagen? Was muss man alles gesehen haben und was nicht? Ein Selbstversuch in drei Akten.

Nach 16 Tagen Costa Rica im Dezember hieß es am 2. Januar diesen Jahres Abflug Richtung Heimat – fast! Da der Rückflug über New York ging verlängerten wir den Stopover und hatten noch volle 3 Tage in der Stadt. Dreifach spannend, da ich noch nie in NYC war, der Temperaturunterschied zu San Jose satte 30°C betrug und die absolute Wildnis einmal durch den Großstadtdschungel eingetauscht wurde.

Erster Eindruck am Abend der Ankunft: Wow, was für ein marodes und schlecht ausgeschildertes U-Bahn-System. Und ich dachte in Costa Rica hätte ich Abenteuer erlebt! Ins tiefste Chinatown zum Hotel 91 haben wir es dann doch noch geschafft, bewunderten unser Zimmer, das direkt neben der Manhatten Bridge lag (die Alternative wäre ein fensterloses Zimmer gewesen, dann doch lieber nächtlicher U-Bahn-Lärm) und aßen Thai-Food zum Abendessen, wie es sich für einen anständigen Besuch in New York gehört.

good night chinatown new york

Erster Akt 

“Komm, das können wir auch Laufen”

Nach dem Aufwachen liefen wir zielgerichtet in den Financial District. Überzeugt davon, dass es dort sicherlich irgendwo etwas zu Essen gibt. Nach einer Weile durch die Wolkenkratzer irren wurden wir dann auch fündig. Ein typischer Banker-Imbiss: Reichlich Auswahl, wenige Sitzmöglichkeiten. Angesichts der knappen -3°C Außentemperatur, vor der wir uns im praktischen Lagenlook versuchten zu schützen erkämpften wir uns einen kleinen Tisch und aßen den ersten New Yorker Blaubeer-Bagel mit was anderem als Frischkäse und Marmelade – herrlich! Wir hätten den ganzen Tag an diesem seltsamen, aber immerhin warmen Ort verbringen können, aber die Stadt rief nach uns. Oder besser die Staten Island Ferry.

chinatown and manhatten new york

new york bagel love

staten island ferry

Die ist natürlich schon lange kein Geheimtipp mehr und alles was kostenlos ist zieht Touristen wie Einheimische gleichermaßen an. An diesem frischen Januarmorgen waren es vor allem eifrige Touristen, zu denen wir uns ehrlicherweise auch zählen mussten. Echte New Yorker schlafen zu dem Zeitpunkt wohl noch ihren Silvesterrausch aus. Also rauf aufs Deck und bitte alle auf die rechte Seite, um bloß die Freiheitsstatue aus jeder Perspektive aufs Bild zu bekommen und ja, Manhattens Skyline ist von der Fähre aus auch ganz nett. Meine ehrliche Meinung: ich dachte die Statue wäre größer. Und ich glaube im Sommer ist es auf der Fähre angenehmer, aber wohl auch voller.

Einmal die Fähre zurück genommen und wieder in Manhatten fiel es schwer nicht am World Trade Center Memorial vorbei zu gehen. Viele Menschen und ein halbfertiger Turm luden nicht zum Verweilen ein. Vielleicht war es auch die Kälte und die vielen Sicherheitsmenschen.

Ganz in der Nähe ist das sagenumwobene Century 21. Laut mehreren verlässlichen Quellen DAS Shopping-Mekka. Ich weiß nicht ob es an meinem post-costa-ricanischen naturverwöhnten, sensiblen Gemüt lag, aber der kurze Abstecher hinein erinnerte mich eher an ein Ramsch-Paradis und ließ mich schnell wieder flüchten. Doch der Einkaufswahn sollte mich später noch einholen.

wandering around soho

nike store in soho new york

Über Soho und den funky Nike-Store ging es nach einem späten Mittagessen bei Panera Bread (Fastfood-Laden einmal auf gesund gemacht mit Salaten und frischem Brot) zum High Line Park. Auf der alten zum Park umgebauten Hochbahnbrücke sammelten wir die letzten Sonnenstrahlen ein und betrachteten die in der Abendröte glühenden Ziegelsteinfassaden. Die High Line kann ich jedem empfehlen! Eine wirklich interessante Location und ich denke gerade im Sommer ist sie ein klasse Platz zum Ausruhen von dem geschäftigen Treiben der Metropole.

high line new york

 windows of high line new york

Der Rest des Abends gestaltete sich wie folgt: Eine Runde durch Macys gelaufen (noch zu perplex für Konsum und nichts gekauft), Donuts bei Tim Hortons gegessen (ich war so glücklich, dass es ihn auch in NY gibt, ich dachte er sei ein ur-kanadisches Ding!), zufällig übers Flat Iron Building gestolpert und ein paar food gimmicks bei Whole Foods gekauft.

Bis hier hin: alles zu Fuß.

Ich bin mir nicht sicher ob die Verunsicherung vom ersten Mal U-Bahn-Fahren vom Vortag noch tief saß oder wir uns einfach maßlos selbst überschätzt (oder die Strecken unterschätzt) hatten, nach dem Einkauf stiegen wir zum ersten Mal an diesem Tag in die U-Bahn und ich merkte dann erst die Erschöpfung in meinen Füßen. Ein paar Meter mussten sie mich nach dem Aussteigen dann doch noch zum besten Dumplings-Imbiss Chinatowns tragen. Einmal Take-away bitte zum typisch amerikanisch vorm Fernseher auf dem Bett essen und satt und schnell einschlafen.

good night food and best dumplings new york

Ende des ersten Akts.

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4 thoughts on “Stopover in New York

    • Ich bin selbst gespannt – ist ja schon ne Weile her, aber jetzt komme ich endlich zum Aufarbeiten ! Macht Spaß in den Bildern rum zu stöbern :)

      Liebe Grüße!

  1. Die Freiheitsstatue wirkt vielleicht angemessen groß, wenn man direkt darunter steht. Ich habe sie bisher auch nur von der Fähre aus gesehen und die fährt ja leider nicht gerade direkt daran vorbei.

    Das urkanadische Tim Hortons gibt es übrigens auch in Dubai ;-)

    • Ich glaube die Filmindustrie hat mir einfach immer ein falsches Bild von dem Statüchen vermittelt. Shame on you, Hollywood! ;)

      Dubai! Tim Hortons verkauft seine Seele, wusste ich es doch!

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